Cookie-Dropping für Anfänger.
Tony M berichtet am Monday, den 10. March 2008Für alle die noch nicht wissen wie es funktioniert, erkläre ich kurz das Prinzip des Cookie-Droppings. Vorweg möchte ich betonen, dass Cookie Dropping von den Affiliate-Netzwerken in aller Regel nicht toleriert wird! Zudem ist es auch sehr unfair, anderen mit diesem Trick die wohl-verdienten Provisionen abspenstig zu machen.
Wie funktioniert Cookie-Dropping denn nun? Ganz einfach: Cookie Dropping ist nichts anderes als das simulieren eines Klicks. Es wird dem Browser des Nutzers ein oder mehrere Cookies bestimmter Partnerprogramme verpasst, ohne dass der User auf ein Werbemittel des Affilates geklickt hat. Sollte der User nun eine Bestellung ausführen, erhält der Affiliate welcher ihm den Cookie untergeschoben hat, eine Provision für den Sale. Eine eigenständige Werbeleistung hat er dabei nicht erbracht, weshalb die Affiliate-Netzwerke dieses Vorgehen auch nicht akzeptieren.
Wie aber simuliert man einen Klick? Zum Beispiel so:
<iframe src=”http://ad.zanox.com/123456″ mce_src=”http://ad.zanox.com/123456″ width=”1″ height=”1″ name=”drop_me_a_cookie”/>
Das ist ein Einzeiler, ganz billig in HMTL! Wenn man diesen iFrame in seine Landingpage einbettet und als Quelle einen Partnerlink angibt (hier ein beispielhafter Zanox Tracking-Link), wird innerhalb des Frames die Seite des Advertisers aufgerufen und ZACK - Cookie verpasst! Diese sieht man natürlich nicht, weil der iFrame nur einen Pixel hoch und breit ist.
Eine etwas elegantere Methode sind Redirect-Scripts. Jeder hat bereits Seiten gesehen, die nach einem Klick irgendwohin weiterleiten. Verzögert man die Weiterleitung um ein oder zwei Sekunden, bleibt noch genug Zeit, innerhalb des Redirect-Scripts weitere Partnerlinks als iFrames aufzurufen. So wie in diesem Beispiel gezeigt:
<html>
<head>
<meta http-equiv=”refresh” content=”2; URL=http://ad.zanox.com/ppc/?987654321″>
<title>Sie werden weitergeleitet…</title>
</head>
<body>
<iframe src=”http://ad.zanox.com/ppc/?123456789″ mce_src=”http://ad.zanox.com/ppc/?123456789″ width=”1″ height=”1″ name=”drop_me_a_cookie”/>
<iframe src=”http://ad.zanox.com/ppc/?546372819″ mce_src=”http://ad.zanox.com/ppc/?546372819″ width=”1″ height=”1″ name=”drop_me_another_cookie”/>
</body>
</html>
Vorteil ist hierbei, dass nicht jeder Klick-In auf die Affiliate-Seite auch gleichzeitig einen Klick-Out zum Advertiser zur Folge hat. Die Cookies werden nur dann gedroppt, wenn der User auf einen Link zum Redirect-Script klickt. Diese Variante des Cookie Droppings ist schon schwieriger zu erkennen.
Layer-Ads: Ein besonders penetrantes Werbemittel. Jeder kennt es: Öffnet man eine Webseite, lädt sich eine andere Seite in einem drübergelegten Layer. Zack - Cookie gefangen.
Eine noch hässlichere Methode ist folgende: man versteckt den Dropper in Software, die man Gratis zum Download anbietet! Nach Installation greift die Software auf den Browser-Cache oder die Bookmarks zu und verändert diese, fügt Partnerlinks hinzu oder ruft die Links proaktiv im Standard-Browser auf. Sehr schmutzig!
Es kann allerdings auch Fälle geben, in denen Advertiser ausgewählten Affiliates Cookie-Dropping erlauben. Zum Beispiel wenn jemand eine besonders gute Themenseite zum beworbenen Produkt erstellt hat oder auf anderem Wege Werbeleistungen erbracht werden.
Für mich steht fest: Cookie Dropping mag zwar verlockend sein, aber es ist einfach keine faire Strategie, kein fairer Wettbewerb. Zudem würde ich als Affiliate nicht riskieren wollen, meine gesamten Provisionen vom Partnerprogramm gestrichen zu bekommen. Denn auffällig ist es allemal: Cookie-Dropper verursachen sehr viel Traffic auf den Betreiberseiten. Dazu geringe Conversionraten trotz einer Click-Through-Rate von konstant über 100%! Sowas fällt auf Dauer jedem Affiliate Manager auf.
Hier findet ihr eine Anleitung für Cookie Dropping Profis vom englischen Blackhat SEO, und hier einen selten dämlichen Cookie-Dropper… (-;

Am 18. March 2008 um 23:16 Uhr
… der dämliche Cookie Dropper ist übrigens auch ein ganz mieser Affiliate Hopper!
Am 19. May 2008 um 10:50 Uhr
Nachtrag: Scheinbar verursacht das Einbinden von Tracking-Codes und entsprechenden Cookies über iFrames gelegentlich Probleme. Browser betrachten das Einbinden von Inhalten aus Drittdomains als kritisch und blockieren standardmäßig diese Cookies!
Lösung: Die Datenschutzrichtlinie der Browser mit einer Header-Angabe verändern, die bei der Server-Response übertragen wird. Hier findet ihr eine detaillierte Beschreibung dazu.
Am 29. May 2008 um 12:48 Uhr
[…] ihr wisst halte ich wenig von Cookie Dropping, daher rate ich vom Einsatz automatischer Weiterleitungen (forced clicks per Skript-Redirect oder […]