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Direct-Linking VS Landingpages

Direct-Linking VS Landingpages

Tony M berichtet am Thursday, den 5. June 2008

Ihr wisst ja dass ich ein großer Fan von SEM und AdWords bin, daher geht es auch heute wieder um SEM-Strategien für Affiliates. :-)

Bei Sponsored-Links hat man immer die Qual der Wahl: Schickt man den Traffic direkt über einen Partnerlink zum Merchant oder geht man den Umweg über eine Landingpage? Hier liegen die Meinungen weit auseinander, denn beide Strategien haben Ihre Vorzüge und Nachteile. Lasst uns beide Methoden etwas näher betrachten um für verschiedene Situationen die jeweils richtige zu identifizieren.

Die Klickketten sehen übrigens folgendermaßen aus:

Direct-Linking: AdWords -> Partnerlink -> Merchant’s Site

Landingpages: AdWords -> Landingpage -> Partnerlink -> Merchant’s Site

Click-Through-Rate.
Die CTR beträgt beim Direct-Linking natürlich immer 100%, mal abgesehen von kleinen Schwankungen im verwendeten Tracking, denn man schickt die User direkt von der Suchmaschine über einen Partnerlink zum Merchant. Man verliert keine User auf dem Weg.
Bei Landingpages ist das nicht ganz so sicher. Der User muss auf dem Weg zum Merchant einmal mehr klicken, und zwar auf ein Banner oder einen Partnerlink auf der Landingpage selbst. Allgemein geht man davon aus, dass das ein Nachteil wäre, da eine alte Faustregel besagt: Ungefähr jeder dritte User springt bei einem weiteren Klick ab. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen: Man kann daraus auch einen Vorteil machen! Bei richtig guten Landingpages kann die CTR sogar über 100% liegen! Denn normalerweise bewirbt man nicht nur einen Merchant, sondern hat Banner verschiedener Advertiser auf seiner Landingpage. Hat man sich zusätzlich beim Design der Seite Mühe gegeben und auf gute Usability geachtet, dann kommt es sogar vor, dass User nicht nur auf einen Partnerlink klicken, sondern auf zwei! Man hat die Chance auf mehrere Werbekontakte pro User und kann sich auf diese Weise den teuren SEM Traffic noch subventionieren. Eine tolle Sache.

Conversion-Rate
Schickt man den User direkt zum Advertiser, ist man auch komplett von der Performance des Shops bzw. der Webseite des Anbieters abhängig. Es sollte also darauf geachtet werden, nur für wirklich gute Shops Direct-Linking zu versuchen. Hier kommt es im Wesentlichen auf eine schnelle Ladezeit der Seite, die Navigation innerhalb des Shops, verschiedene Zahlungsmöglichkeiten, gute Preise und einen kurzen, einfachen Bestellprozess an, damit der Traffic auch konvertiert.
Auf einer Landingpage hat man zusätzlich die Möglichkeit zum Preselling. Bedeutet: Man kann durch guten Content (wie z.B. Informationen zum Angebot des Webshops oder Nennung der Versandkosten) den User auf die Transaktion vorbereiten. Nur wenn er wirklich interessiert ist, wird er weiterklicken. Das erhöht die Relevanz des Traffics und damit auch die Wahrscheinlichkeit einer Transaktion.
Ein weiterer, dicker Vorteil ist, dass der User meistens die Wahl zwischen mehreren Merchants hat, denn man bewirbt ja nicht nur einen einzigen Shop. Kauft der User nicht in Shop A, dann vielleicht in Shop B!
Die Conversion-Rate bei Verwendung einer Landingpage ist meistens höher als beim Direct-Linking.

Qualitätsfaktor und Relevanz
AdWords nutzt zur Berechnung des CPCs einen Qualitätsfaktor. Er sagt aus, wie gut ein Keyword zur Anzeige und zur beworbenen Webseite passt. Beim Direct-Linking ist man auch hier auf den Merchant angewiesen. Man hat keinen Einfluss auf die beworbene Seite.
Nutzt man dagegen eine eigene Landingpage, kann man den Qualitätsfaktor verbessern, indem man die beworbenen Suchbegriffe auf seiner Seite integriert (in Überschriften und beschreibenden Texten). So spart man baren Geld bei den CPCs. Das ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Vorzüge einer Landingpage.

Brands und Brand-Bidding
Versucht man sich an Markenbegriffen (sog. Brands oder Brand-Keywords) empfehle ich eher Direct-Linking, denn direkt im Online Shop der jeweiligen Marke zu landen ist das was der User erwartet.
Eine Ausnahme sind hier sicherlich vergleichende Suchbegriffe wie z.B. „Freenet Flatrate vergleichen“ oder „Nokia Handy Testergebnis“. Da erwartet der User eher Fremdangebote als beim Merchant zu landen.

Produkte und Deeplinks
Möchte man Suchbegriffe bewerben, die direkt auf bestimmte Produkte zielen, wie z.B. „Nokia 8850 kaufen“ gilt prinzipiell das gleiche wie bei Brands. Auch hier ist Direct-Linking klar im Vorteil, da man den User direkt zur Produktseite innerhalb des Online Shops schicken kann – daher auch Deeplink, weil man tief in den Shop hineinverlinkt. Für Produkt- und Angebotsvergleiche nutze Landingpages.

Fazit: Direct-Linking oder Landingpages?
Bei der Entscheidung zwischen Direct-Linking und Landingpages kommt es stark auf das beworbene Projekt / Produkt an. Möchte ich Produkte verkaufen, die eine starke Marke haben oder nur bei einem Hersteller zu beziehen sind, ist der Online Shop hervorragend gestaltet oder hat ein Anbieter besonders gute Preise, dann verwende Direct-Linking. Wenn die Konkurrenz hoch ist, es um Vertragsabschlüsse geht bei denen sich die Leute gerne vorab über die Anbieter informieren wollen oder es auf geringe CPCs und einen guten Qualitätsfaktor ankommt, dann verwende eher Landingpages.
Ich entscheide mich in über 90% der Fälle für eine gute Landingpage, obwohl diese anfangs zeitaufwändiger ist (Design und Content), dafür kann man damit aber besser den Longtail abdecken und hat die Chance zusätzliche Transaktionen über SEO abzugreifen. :-)

4 Reaktionen zu “Direct-Linking VS Landingpages”

  1. SEM mit oder ohne Landingpages? « AdClicks-Agent.de

    […] und Nachteile mit sich bringen. Um welche Vor- und Nachteile es sich hierbei handelt, ist in einem erstklassig aufbereiteten Blog-Post der Linkmafia […]

  2. Peter

    Wie findet man eigentlich Programme/Merchants die ein Direkt-Linking und die Verwendung ihres Domains-Namen bei AdWords erlauben?

    Soweit ich weiß läßt Google bei AdWords doch nur noch die echte Ziel-URL zu - oder hab’ ich da was falsch in Erinnerung?

    Gruss Peter

  3. Tony M

    Es steht immer in den jeweiligen Programmbeschreibungen, ob Direct-Linking erlaubt ist oder nicht. Viele Merchants geben ihren Domainnamen dafür allerdings nicht frei. Andere wiederum haben keine Probleme damit, schränken aber oft die Verwendung des Markennamens oder anderer Keywords ein.
    Sollte Keyword-Advertising gar nicht in der Beschreibung erwähnt werden, haste Glück: Dann würde ich es einfach machen! :-)

    Was meinst du mit “der echten Ziel-URL”? Du meinst Nur die richtige Domain des Merchants, keine Redirect-Domains ? Da hast du recht.

  4. Tony M

    (Ich habe wahnsinnige 26x das Wort “man” verwendet! Oh MAN, was für ein beschissener Schreibstil! ;-p )

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... PageRank-Prognose für die Linkmafia, hehe :-)