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Doorwaypages - Schnell rein und wieder raus…

Doorwaypages - Schnell rein und wieder raus…

Tony M berichtet am Thursday, den 29. May 2008

Viele Leute verteufeln ja mittlerweile das Konzept der Doorwaypages. Ich bin allerdings ein großer Fan von Doorwaypages - besonders im SEM-Bereich! Ich möchte im folgenden detailliert auf diesen Ansatz eingehen und zeigen, warum Doorwaypages gerade für Affiliates noch immer ein funktionierendes Geschäftsmodell sind.

Was sind eigentlich Doorwaypages? Es sind Webseiten, meistens nur eine einzige HTML-Seite, die als “Durchgangsseiten” fungieren. Man schickt Traffic auf die Seite und versucht ihn über Partnerlinks auf die Seiten eines Merchants oder Advertisers weiterzuleiten, wo er dann konvertiert und Transaktionen durchführt. Diese Weiterleitung kann automatisch erfolgen oder über einen natürlichen Klick des Users.

Wie ihr wisst halte ich wenig von Cookie Dropping, daher rate ich vom Einsatz automatischer Weiterleitungen (forced clicks per Skript-Redirect oder Meta-Refresh) jeglicher Art ab! Auch Google bestraft diese Seiten im Index und die Merchants werden nicht begeistert sein, wenn ihr schlecht-konvertierenden Traffic auf deren Seiten jagt. Das geht auch besser: Denn mit einer gut-strukturierten Seite erreicht ihr auch Click-Through-Raten von 100% und mehr OHNE erzwungene Klicks! Wie das geht, erfahrt ihr gleich, zunächst jedoch ein paar allgemeine Überlegungen zum Einsatz von Doorwaypages.

Doorwaypages und SEO - geht so. Durchgangsseiten weisen viele Merkmale auf, die Google als problematisch oder qualitativ-minderwertig einstufen würde - das liegt in der Natur der Sache: User bleiben in der Regel nicht lange auf der Seite (wir wollen sie ja weiterschicken), ebenso wird die Absprungrate recht hoch sein. Dazu kommt, das winzige Microsites nicht viel textuellen Inhalt haben den Google indizieren könnte. Für SEO solltet ihr daher lieber auf guten Content setzen und bei Doorwaypages auf jeden Fall den Einsatz von Analytics vermeiden um Google nicht auch noch selbst zu zeigen, wie schnell sich die Leute durchklicken! ;-)

Doorwaypages und SEM - perfekt! Im SEM Bereich sind Doorwaypages gerade für Affiliates sehr gut geeignet! Da man für den Traffic viel Geld bezahlt, hat man nicht das Rankingproblem. Ich nutze Doorwaypages für Nischenprojekte, kleine Angebots- und Anbietervergleiche oder um einfach mal einen neuen SEM-Bereich auszuprobieren.

Sample Doorwaypage

Wie ist eine gute Doorwaypage aufgebaut? Man muss aufpassen, dass einem bei Durchgangsseiten nicht die User verloren gehen. Normalerweise kostet jeder Klick mehr gleich einen Teil des Traffics - weil eben nicht alle Leute weiterklicken. Durch gutes Design, Nutzerführung und Usability lässt sich dieser Effekt jedoch komplett aufheben.

Rechts seht ihr ein Beispiel für eine gut strukturierte Doorwaypage. Wichtig ist, dass sie einen schlüssigen Gesamteindruck hinterlässt. Die Zeiten von schnell zusammengewürfelten Arbitrage-Seiten sind vorbei. Da auch der Wettbewerb besser wird, solltet ihr von Anfang an qualitativ hochwertige Seiten bauen.

Tipps für den Aufbau von Doorwaypages:

  1. Ansprechendes Layout, keine o8-15 Templates verwenden!
  2. Sinnvolle Navigation und Nutzerführung. Durch interne Anchor-Links auf der Seite macht ihr eure Inhalte besser navigierbar. Zudem können sich User durchklicken und eure Seite wirkt größer / umfangreicher als sie ist!
  3. Gute Texte. Auch bei Doorwaypages ist Content noch immer King! Gebt den Leuten einen Mehrwert - und wenn ihr nur die Versandkosten verschiedener Anbieter miteinander vergleicht - ist das bereits ein Mehrwert. Überlegt euch, was die User suchen / wollen und helft ihnen, das auch zu finden. Vom Stil her würde ich schon raten, auf einen Call-to-Action “hinzuschreiben”. Wenn man beispielsweise Versandkosten vergleicht, sollte man mit einem Fazit enden, das den günstigsten Versand anpreist.
  4. Partnerlinks in den Inhalt einbauen. Es reicht meistens nicht, die User nur über Banner auf die Seiten der Advertiser zu schicken. Setzt auch Partnerlinks direkt in eure Texte - sie werden wesentlich bessere Klickraten erreichen.
  5. Ich bin generell kein großer Freund von Bannern. Ich denke Standardformate wie Skyscraper oder klassische Banner sind für den User immer eindeutig als Werbung zu erkennen und werden entsprechend weniger geklickt. Der “Trust” in contextuelle Links ist meiner Erfahrung nach wesentlich höher.
  6. Partnerlinks maskieren? Mache ich gelegentlich auch. Es sieht einfach netter aus, wenn bei einem Mouse-Over nicht direkt der Affiliate-Link zu sehen ist, sondern eine URL wie “http://www.meineseite.de/click/anbieter.htm”. Das ist aber nur Kosmetik - denn die wenigsten Leute schauen wirklich genau auf die URL.
  7. Partnerlinks im neuen Fenster öffnen. Mache ich meistens. Das erhöht die Chance für einen zusätzlichen Cookie, denn eure Seite bleibt ja geöffnet.

Abschließend ein paar Beispiele für gute Doorwaypages, die ich nach dem Schema von oben gebaut habe. Die CTR liegt im Durchschnitt (!!!) bei ca. 140%, d.h. aus einem Klick-In von Google mache ich 1,4 Werbekontakte (Klick-Outs). So kann man sich dann auch etwas teurere CPCs leisten. :-)

  1. blumenkuriere.de - Vergleich von Blumenlieferanten.
  2. erotik-kataloge.info - Vergleich von Erotik Katalogen, diesmal mit Bannern…
  3. at.gratis-ringtones.eu - Seite mit vielen “Gratis” Klingeltönen :-)

Wie steht ihr zum Thema Doorwaypages?

4 Reaktionen zu “Doorwaypages - Schnell rein und wieder raus…”

  1. David

    Ich nutze Doorwaypages auch für Vergleichseiten, allerdings sehen meine ein bißchen anders aus - ich verzichte fast vollständig auf ein Logo, bzw. Header. Im oberen Drittel platziere ich recht prominent meine “Top Empfehlungen” und darunter dann die Vergleichstabellen. Das hat den Vorteil, dass der Besucher sich an die “Empfehlungen” erinnert und in den doch recht umfangreichen Tabellen wiedererkennt.

    Meine Clickraten sehen allerdings auch schlechter aus als deine, aber solange die CR stimmt ist alles in Butter ;)

    Trotzdem habe ich mal eine Landingpage nach deinem Prinzip und jage ab heute mal ein paar Besucher drüber… ob sie gut konvertiert wird sich bald rausstellen.

    btw, meine Links maskiere ich auch, hat gleich mehrere Vorteile:
    - ich kann zusätzlich Clicks tracken
    - ich verringere die Anzahl von offensichtlichen externen Links / Affiliatelinks (redirect-path sollte zusätzlich per robots.txt verboten werden)
    - sieht hübscher aus ;)

  2. Höhere Einnahmen mit besseren Landingpages / Doorwaypages « AdClicks-Agent.de

    […] die entsprechend gut konvertierten, könnt ihr bei der Linkmafia nachlesen. Dort ist gestern ein erstklassiger Beitrag erschienen, der anhand von SEM Doorwaypages aufzeigt, worauf es bei der Seitengestaltung […]

  3. Tony M

    David, super Ergänzung! Vielen Dank.
    Ich mag die Idee mit der Empfehlung im Header. Ich denke, dass ich teilweise auch zu viel prominenten Platz auf der Webseite durch einen fetten Header mit Logo verschwende. Aber dadurch erhält die Page eine eigene Identität - für den Longtail. In der Hoffnung, den teuren Traffic zu “recyceln” indem die User Bookmarks setzen, wiederkommen oder vielleicht sogar meine kleine Doorwaypage wiedererkennen im Getummel der vielen anderen Angebote. :-)
    Aber optimieren geht immer! Ich werde deinen Gedanken zur “Top-Empfehlung” aufnehmen und versuchen diese im Head unterzubringen, neben dem Logo. Ungefähr so wie auf der erotik-kataloge.info. Evtl. profitiert man dadurch noch vom Imgage oder Brand der beworbenen Merchants…

  4. SEOnaut

    Doorway ist für deine Seiten sicherlich nicht passend. Ich wuerde die als Landingpages bezeichnen. Doorways im Alten waren doch viel spammiger.

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... PageRank-Prognose für die Linkmafia, hehe :-)