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SEM-Potential-Analyse für Anfänger.

SEM-Potential-Analyse für Anfänger.

Tony M berichtet am Thursday, den 14. August 2008

Wieder ein Post von mir, raus in den Äther der Blogosphäre… Heute Abend möchte ich euch zurück ins Gedächtnis rufen, dass es sehr wichtig ist im SEM-Bereich kalkuliert vorzugehen. Wie oft hat man eine gute Idee für ein Projekt oder eine Nische, die sich später als unrentabel herausstellt? Für SEOs ist das nicht so dramatisch - sie haben halt etwas Zeit verschwendet, aber immerhin noch eine Seite, Content im Netz.

Unrentabel” im Sponsored Links kann heißen, ziemlich viel Kohle bei Google verbrannt zu haben. Damit euch das nicht passiert, solltet ihr das Potential eines SEM-Projekts bewerten bevor ihr Traffic drauf jagt und möglicherweise Zeit oder Geld verschwendet.

Wie berechnet man aber das Potential eines SEM Projekts? Das ist garnicht so kompliziert wie es sich anhört. Ich versuche zu erklären wie ich dieses Problem angehe.

Vor kurzem hatte ich eine Idee für eine kleine Affiliate-Seite, einen Anbietervergleich für Buchversender. Natürlich nichts neues - ja, nee, is klar - aber eine Idee. Ich wollte wissen, ob es sich lohnt ein Projekt aufzusetzen, eine Landingpages zu bauen und bei Adwords Traffic einzukaufen.

Zuerst braucht man einige grundlegende Kennzahlen und muss verstehen, wie das SEM-Geschäft für Affiliates funktioniert. Jede Transaktion, die man auf die oben beschriebene Weise vermittelt, hat einen bestimmten Preis. Angenommen wir kaufen bei Adwords 100 Klicks für beispielsweise 0,20 € pro Klick (PPC) und vermitteln über unsere Landingpage eine Bestellung. Dann hat unsere Landingpage eine Conversionrate (CR) von 1%. Die Bestellung hat uns 20 € (CPO, Cost-Per-Order) gekostet. Das ist viel. Bei zwei vermittelten Bestellungen beträgt die CR 2% und der CPO liegt bei 10 €.

Soweit klar? Gut. :-)

Als erstes muss man bei neuen Ideen immer abschätzen, wie hoch die erwartete Provision beim beworbenen Partnerprogramm ist. Dazu geben die Beschreibungen der jeweiligen Partnerprogramme wichtige Hinweise, aber auch die eigene Erfahrung als Affiliate und der gesunde Menschenverstand. Bei Buchversendern beispielsweise habe ich eine Provision von nur 2 - 3 € maximal erwartet, im Modebereich sind es gerne mal 10 - 20 € und für vermittelte DSL-Abschlüsse kann man bis zu 120 € bekommen

Wir wissen nun, wie viel wir für eine Transaktion bekommen. Für Bücher sind es - sagen wir - 2 €. Als Conversionrate unserer Landingpage nehmen wir im “Worst-Case” einen Wert von 1% an (1 Sale auf 100 Klicks). Richtig gute Landingpages haben eine CR von bis zu 10%. Bei AdWords können wir uns also im ersten Szenario nur einen Klickpreis von 0,02 € leisten um noch Profit zu machen. Im Best-Case sind es 0,20 € pro Klick.

Seid ihr noch bei mir? :-)

Uns fehlt zu unserer Potential-Analyse noch ein Schätzwert für den Klickpreis, damit wir den CPO berechnen können. Dazu gibt es bei AdWords ein Tool, den Traffic Estimator. Es zeigt euch Richtwerte für verschiedene Keywords an. Als Faustregel halte ich mich an folgendes: Bei vielen Konkurrenz-Anzeigen und hoher Mitbewerberdichte auf den Suchbegriffen zahlt man locker 0,20 € - 0,40 € pro Klick und mehr. Bei Büchern liegen die PPCs sogar noch höher, sagt zumindest der Traffic Estimator.

Der letzte Schritt ist eine einfache Rechnung:

CPO = (Anzahl Klicks * Klickpreis) / Anzahl der Transaktionen.

Wenn der CPO höher als die erwartete Provision für eine Transaktion ist, dann lohnt es sich nicht den Traffic einzukaufen!

Unser Bücher-Beispiel stellt sich folgendermaßen dar.

Der Best-Case nimmt eine Conversionrate der Landingpage von 10% und einem niedrigen Klickpreis von 0,20 € an, ergibt einen Preis pro Bestellung von 2 €:

CPO = (100 * 0,20 ) / 10 = 2 €

Im Worst-Case - CR = 1% und PPC = 0,40 € - sieht die Sache schon ganz anders aus:

CPO = (100 * 0,40 ) / 1 = 40 €

Für die Buchseite erwartete ich folglich Kosten von 2 € bis 40 € pro Bestellung, bei einer Provision von nur 2 €. Wenig erfolgversprechend, oder? Da hätte ich definitiv mein Geld bei Google gelassen. Es gibt natürlich Mittel und Wege die CR, den CPO usw. zu optimieren. Dazu an anderer Stelle mehr…

Ich hoffe diese Ausführungen haben euch inspiriert! Seid vorsichtig da draußen. :-)

5 Reaktionen zu “SEM-Potential-Analyse für Anfänger.”

  1. Flo

    Toller Beitrag. Was mir bei Deinen Threads gefällt. Du erklärst es immer KONKRET und verständlich. Freu mich schon auf die nächsten Posts.

    Danke

    Florian

  2. SEOnaut

    Ich habe so ein Glück ;-)

  3. Thomas

    Von mir auch noch mal ein “Super klasse” an Dich! Und @SEOnaut: Jo, den hast Du gut eingekauft :-)

  4. Tony M

    Danke für die Blumen Leute! Solange zumindest EINEM von euch da draußen geholfen ist - mit trockenen Rechenaufgaben dieser Art - dann hat sich der Artikel bereits ausgezahlt. :-)

  5. Domzilla.net

    PPC-Kennzahlen berechnen…

    Um das Potential neuer Projekte im PPC Bereich zu ermitteln bleibt einem am Anfang, aufgrund der meist fehlenden Daten, nichts anderes übrig, als mit einigen Kennzahlen zu experimentieren und zu “spielen”, um so in etwa abschätzen zu kön…

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... PageRank-Prognose für die Linkmafia, hehe :-)